Catching Up (3)
17. Februar 2009, 16:08.oder: was sonst noch so los war, in praktischen Momentaufnahmen.
Gemeinheit
Ich fahr her und ich fahr hin,
bin mal in Brixen, mal in Wien.
Und egal, an welchem Ort –
es schneit immer dort
wo ich nicht bin.
Österreich, Januar 2009.
9. Januar 2009, 18:20.Stellt euch vor, es ist Rauchverbot und keiner geht hin.
Sein eigener Weg.
2. Oktober 2008, 18:59.Aufgeschnappt im Zielpunkt.
Person A und Person B, beide männlich, stehen vor mir in der Kassenschlange und diskutieren hitzig. Ich höre Dinge wie “König” und “in die Luft jagen” und spitze die Ohren.
Siebzig Quadratmeter.
20. März 2008, 13:32.Die Leinwand für die EM-Fußballübertragungen, die vorm Wiener Rathaus stehen wird, ist also knapp anderthalbmal größer als unsere Wohnung, und ich weiß nicht recht, ob ich das lustig oder traurig finden soll.
Ach, und: In Wien schneit es gerade wie verrückt, ich liebe Tage, an denen es zu Mittag schon dämmrig-dunkel ist, und ich hab mich endlich für eines der Diplomarbeitsthemen entschieden. Nur so fürs Protokoll.
Ho, ho, ho.
14. Dezember 2007, 00:03.
Weihnachtsmann in Nöten. Wien, Mariahilferstraße, 13. Dezember.
Heimweg I.
15. Oktober 2007, 16:15.Sie wartet immer schon mit der Hand am Hebel. Und kaum kommt die U-Bahn schwerfällig zum Stehen und pufft, als müsse sie den Dampf aus ihren Kesseln lassen, flieht sie auf den Bahnsteig. Meistens ist sie die erste auf der Treppe, weil sie immer im entsprechenden Waggon fährt, dem ersten ganz vorne, und in dem wiederum ganz hinten stehend, bei der dritten Tür. Keine unnötigen Wege, time is money, oder einfach nur zeigen that I’m not a tourist, I live here. Beim Stiegensteigen positioniert sie die große Uni-Tasche automatisch ein bisschen nach hinten, damit ihr Hintern sich nicht direkt vor jemandes Gesicht ausbreitet, ein Handgriff, der für sie so natürlich ist wie sich mit der linken Hand durchs Haar zu streichen, wenn sie mit jemandem spricht.

Wien bei Nacht.
8. Oktober 2007, 13:15.Um vier Uhr früh frierend durch den sechsten Bezirk in Richtung Wienkanal stolpern, sich über jeden zweiten Satz kaputtlachen, und sich wünschen…
...ach.
Gan liest Val.
29. September 2007, 18:41.Wow. Ich wurde vertont. Auf wunderbare Weise.
Danke Gan. Wirklich. Du hast echt Talent.
U Eins.
17. September 2007, 19:10.Holy shit.
Wien – Ein Mann hat Montagmittag mehrere Passanten bei der U-Bahn-Station Reumannplatz (Endstelle U1) [...] attackiert und auf die Gleise gestoßen.
Windy City, III.
21. Juni 2007, 16:58.Wien gibt gerade sein Bestes, um seinem Kosenamen Windy City gerecht zu werden, ein hellblauer Luftballon ist an unserem Fenster vorbeigeflitzt, das Gerüst am Haus gegenüber staubt sich die Seele aus dem stählernen Leib, der Himmel wird grauer und grauer.
Und ich liebe die Weltuntergangsstimmung vor dem Sommersturm.
Windy City, II.
17. Juni 2007, 15:06.Die Welt ist ein Dorf, und Wien ist das Wohnzimmer.
[file under: Aus dem vergessenen Fundus meiner Weisheiten]
Schmelzend.
15. Juni 2007, 15:33.Mitangehörtes Straßenbahntelefonat:
“Ein Schokoladefondue? Toll! Aber bei dieser Hitze… schmilzt da nicht die Schokolade?”
Well, DUH.
Platt.
9. März 2007, 19:26.Bundesdeutsche Pseudo-Bohémienne-Studentin (wahrscheinlich Theaterwissenschaft, zweites Semester) heute Vormittag in der 43er Straßenbahn in sehr belehrendem, weltmännischem Ton zu ihrem Begleiter:
“Weißt du, Brecht benutzt nämlich Verfremdungseffekte…
Worte der Woche.
23. Januar 2007, 23:58.“Meine Horroavoastellung wär zum Beispü ana, der was ned Deutsch sprechn kann. Des kennt i ned. Des geht ned.”
Neulich die überforderte Mutter einer Favoritner Gemeindewohnbau-Familie (sieben Köpfe, 56 m²), auf den unbekannten Tauschmann wartend. (In der von mir zwangsweise, weil zwecks Analyse gesehenen Trashsendung Tausche Familie)
Windy City.
18. Januar 2007, 22:55.Na, seid ihr alle vorbereitet auf Kyrill heute Nacht? Den Orkan? Es hat schon angefangen, hier in Wien — steckt mal den Kopf zum Fenster raus. Mir hätt es fast die Ohrringe weggeblasen.
Hach. “Europa-erlebt-gemeinsam-die-Sonnenfinsternis”-Feeling. Nur ohne die bescheuerten silbernen Brillen. Und kuscheliger. (Hey, wie oft im Leben kann man während eines Orkans Sex haben.) (Oder Tee trinken.) (Whatever.)
Der Fluch in der U-Bahn.
15. Januar 2007, 19:44.Eine geschlagene Stunde vom Institut nach Hause gebraucht, weil die verdammte U6 mal wieder so gefahren ist, als stecke sie im Urlaubsstau.
Dabei von zwei kichernden Idioten angegrabscht worden, ebenso wie ein weiteres Opfer neben mir. Zeitgleich mit dem anderen Grabschopfer angefangen, die beiden Hirnlosen auf Südtirolerisch mit italienischen Fluchwörtern zu beschimpfen. Uns ein wenig überrascht angesehen. Beide kurz gegrinst.
Happy Punsching.
17. Dezember 2006, 00:03.
Sehr kurze Punschsaison in Wien, dieses Jahr. Leider. Aber wer hatte schon bei 14 Grad und Sonnenschein Lust darauf? Abgefrorene Gliedmaßen machen das Ganze ja erst authentisch. Also wenig gepunscht. (Und morgen Nachhausefahrt, und Südtirol kennt leider keinen Punsch. Glühwein all the way, brrrr.)
Anyhoo, den besten Punsch der Stadt gibts in Schönbrunn, erster Punschstand links vom Eingang. Den Vanillepunsch mit Eierlikör und riesiger Schlagsahnehaube hab ich leider zu spät bemerkt, der ging sich nicht mehr aus. (Ich seh David vor meinem geistigen Auge wieder das Gesicht verziehen: Eierlikör, pfüh, Waschweibergetränk!) Aber der Beerenpunsch, der ist himmlisch.
Wiener Dialog.
16. Dezember 2006, 09:24.Karlsplatz, U4. Sie zu ihm: “Ich geh halt Langzeittherapie!”
Gottlos.
16. November 2006, 20:54.Der alte Mann hinter mir an der Supermarktkasse hat nur zwei Euro, und ich gebe ihm 20 Cent, damit er seine beiden Tütensuppen bezahlen kann.
Eine halbe Stunde später klingelt es, und es ist nicht wie erwartet David (der seine Schlüssel vergessen hatte), sondern ich öffne schwungvoll einem GIS-Mann die Tür. Er überrumpelt mich, aber ich mache mir keine Sorgen: Wir haben schließlich weder Fernseher noch Radio, weil wir beides nicht mögen. Dass seit drei Monaten auch in Österreich eine Gebühr für PCs mit Internetanschluss gilt, das… hätte ich gern vorher gewusst.
Wuff.
16. November 2006, 14:41.Heute lag vor dem Eingang des AMS, an dem ich immer vorbeigehe, ein riesiger Haufen Hundedreck. Wirklich genau mitten vor dem Eingang platziert, richtig schön symbolisch.
Jetzt hacken sogar schon die Hunde auf Arbeitslosen rum.
Monday, Monday
23. Oktober 2006, 22:37.
Von einem Bankangestellten, der mindestens drei Jahre jünger ist als ich, wie eine Idiotin behandelt werden, nur weil er schneller und lauter sprechen kann. “Nein, schaun’S, wenn Sie das an der Kassa einzahl’n, dann gibt’s Spesen…” das weiß ich, verdammt, ich hab dich ganz was anderes gefragt “Na schaun’S, das geht so: den blauen Teil stempeln’S ab, ja? Und den roten werfen’S ins Kasterl, so, ja?” ich bin nicht zwölf du Dödel, hör doch zu! Und grins mich nicht so mitleidig an
In der U-Bahn einen Fünfjährigen beobachten, der unter Aufbietung all seiner Kräfte die schwarzen Buchstaben zu entziffern versucht, die irgendjemand in Kindesnasenhöhe an die orange Waggonwand gekrakelt hat. “Mama, was heißt N… Nig… Niggeraus?” wake up and smell how bad the world is, little man “Nigger ist ein böses Schimpfwort für Menschen mit dunkler Hautfarbe.” very politically correct schon so früh, gute Mama “Aber warum müssen die raus?” “Weil es sehr dumme Menschen gibt, die sagen, alle Ausländer müssen weggehen, die mögen sie nicht.” dem kleinen Hirn beim arbeiten zusehen “Hm, Mama, vielleicht hat das auch der Fahrer da hin gemalt?”
Been there, done that.
16. Oktober 2006, 11:42.
Trotz überschwänglicher Versprechungen einen Monat lang nicht gebloggt. Eine Zugfahrt nach Wien ohne Lesestoff überlebt, und zum Glück ist der eklige kleine traubenspuckende Fratz dieser Alternativeltern neben uns schon in Jenbach wieder ausgestiegen.
Zuviele Ohrringe gekauft und bei Cappuccino, Brioche und unfreundlichen Segafredo-Kellnern endlich an eine saisonal ausgesetzte Freundschaft wieder angeknüpft. Begonnen, jeden Montagmorgen eine Lehrveranstaltung für Erstsemestrige zu leiten und mehr an mich selbst und meine Universitätskarriere zu glauben; mich selbst im Personalverzeichnis der Uni Wien gefunden.
Adieu, Donaustadt.
7. Juli 2006, 11:02.
Habt ihr eigentlich eine Ahnung, WIE VIELE Menschen in den letzten paar Tagen nach “Italienerwitzen” gegoogelt haben? (Und auf mein Blog gekommen sind, das sie sicher mangels Italienerbashing sofort wieder enttäuscht verließen.) Schlechte Verlierer, die Germanen, also wirklich.
Ja, übrigens ist meine Arbeit seit dieser Nacht, 01.29 Uhr so ungefähr, fix und fertig samt Layout, Anhängen und Plagiatserklärung (die meiner Ansicht nach ja Nichtplagiatserklärung heißen sollte, aber bitte.), 71 Seiten brutto, exakt 50 Seiten netto (jaja der Anhang ist eine Sau.)
Die Mär vom einsamen Schreiberling.
6. Juli 2006, 00:01.Wobei ich ja eine einsame Schreiberlingin bin, eigentlich. Anyhoo.
Ich bastle am allerletzten Kapitel der Arbeit – danach fehlen nur mehr die Abstracts auf deutsch und englisch, sogar das Glossar hab ich schon drin und die Anhänge sind peh-deh-efft – aber wenn ich noch ein paar mal öfter die Worte “Weblog”, “Netzwerk” oder “Strukturparameter” tippen muss, renne ich mit dem Kopf gegen meine Zimmerwand.
Blog Talk Reloaded
2. Juli 2006, 11:18.
Ich will da hiiiiin! Diesmal findet der Blog Talk sogar wieder in Wien statt, und sogar Anfang Oktober, was natürlich perfekt wäre. Aber 100 € Konferenzteilnahmegebühr schauen nun mal nicht raus, verdammt. Nicht mal Studentenermäßigung gibt es. Wie war das mit dem demokratischen Charakter der Blogosphäre?
Ich könnte natürlich auch einen Vortrag halten (Ja, mittlerweile könnte ich das glaub ich wirklich, aus dem Stegreif sogar. Mein Kopf ist ein Weblog über Weblogs geworden), nur zahlen Vortragende leider 120 €. Ach, die Leiden des Studentendaseins. Seufz.
Architektur eines Luftschlosses
26. Juni 2006, 16:02.
Dass das ein sehr guter Titel für jemandes Romandebüt wäre, darüber kamen Gan und ich gestern beim gediegenen sonntäglichen Jazz-Brunch (Dresscode schwarzweiß, jawohl, sehr rigoros eingehalten) bei Brot, Aufschnitt, Käse, Tomaten, Obst, Kuchen, Pizzette, Saft und Martini überein.
Pathetisch, reißerisch, einen träumenden Protagonisten verheißend, fast schon neopoetisch oder architekturtheoretisch oder sonst irgendwie etisch.
Als der Sommer Wien entdeckte.
16. Juni 2006, 14:59.
Es gibt übrigens im Museumsquartier im Terassencafé vorm Leopold Museum einen ganz famosen Bruschettateller um 4,80. Ein guter Rat: essen, bevor die Speisekarte wieder wechselt. Himmlisch.
(Danach allerdings nicht mit einem Haufen vor 30 Minuten kennengelernter Spanier im Floridita Mojito trinken, weil man vergessen hat, dass Mojito Rum enthält und man den nicht verträgt; das kann böse enden, vor allem wenn man tags drauf zur Uni muss.)
Freie Platzwahl.
13. Juni 2006, 17:32.
Metaphysisches Erlebnis: Am hellichten Nachmittag eine Station lang völlig alleine im hinteren Waggon der 40er Straßenbahn.
Und nicht etwa irgendwo oben am Berg, nein, Schottentor – Schwarzspanierstraße, jawohl.
Fischiges.
16. Mai 2006, 23:08.
Sobald sich meine finanzielle Situation ein klein wenig gebessert hat, wird man mich in Wien an folgendem unauffälligen Merkmal erkennen können:

Von Kupplungen und Kuppelungen.
15. Mai 2006, 15:41.
Nach fast drei Jahren in Wien wieder was Neues entdeckt: die U-Bahn-Fahrschule! Ich weiß nicht, warum ich das heute so lieb gefunden habe – anscheinend glaubte ich in meiner Naivität, U-Bahnfahrschüler würden mitten in der Nacht üben. Stattdessen steht am helllichten Vormittag auf der Leuchtanzeige in gelbgrünen Lettern FAHRSCHULE und darunter BITTE NICHT EINSTEIGEN. (Natürlich haben ein paar Leute versucht einzusteigen.) Und in der Fahrerkabine stehen hinter und neben dem Lehrling drei Leute. Vielleicht war einer der Fahrprüfer. Ob es wohl einen Kreuzchentest, eine praktische Prüfung und den foglio rosa auch für U-Bahnfahrer gibt? Jedenfalls ist dem Jungen beim anfahren nicht der Motor abgestorben :)
And on a completely unrelated note: Frühlingsgefühle allenthalben, vor allem in bloggerischen Gegenden. Potentielle Pärchenbärchen? Neugier.
Südtiwien.
5. Mai 2006, 15:45.
Wenn auf der Währingerstraße gerade irgendein Markt oder Fest oder was auch immer stattfindet, und durch mein offenes Fenster Blasmusik hereinströmt, und die Kapelle spielt gerade
Wohl ist die Welt so groß und weit
und voller Sonnenschein
Das allerschönste Stück davon
ist doch die Heimat mein
Listenkoller.
22. März 2006, 17:57.
Dass die Blödheit der Menschheit immer dann exponentiell ansteigt, wenn besagte Menschheit in größeren Massen zusammenkommt, wird nirgends so deutlich wie in einem universitären Hörsaal, wenn eine Anwesenheitsliste durch die Reihen geht und theoretisch alle 150 Studierenden des Hörsaals erreichen sollte.
Es sind dies hundertfünfzig Menschen, die es immerhin bis in eine Vorlesung des Magisterstudiums Publizistik- und Kommunikationswissenschaft geschafft haben, in der es um Medienrecht geht. Das setzt voraus, dass diese 150 Menschen a) die Matura, b) das bisherige Studium, c) so um die 20 Jahre Leben und d) die erste Stunde der Vorlesung zumindest mäßig erfolgreich absolviert haben. Sie können also so dumm nicht sein.
In eigener Sache
9. März 2006, 09:29.
Ja nun, ein längerer Blogeintrag brütet bereits seit der letzten Zugfahrt nach Wien in meinem Kopf herum, inspiriert durch – ja, es schmerzt – den Stoff meiner letzten Prüfung.
Jedenfalls gibt es in der Zwischenzeit ein paar Neuerungen auf blog.val.bz:
Chaos verboten.
14. Januar 2006, 23:50.

Die Nachdenweihnachtsferien-Fahrt nach Wien. Der Zug mit dem verschlossenen Waggon. Das Abteil mit den versetzten Sitzen. Die schmutzige Zugfensterscheibe mit dem verwurschtelten, in sich zusammengefallenen Nichts-aus-dem-Fenster-werfen-Aufkleber. Der ein bisschen aussah wie ein Saftkrug. Meine fotografierende Hand im Fensterspiegelbild.
Ode an die Linien.
10. Januar 2006, 09:55.Allerallerspätestens nach einem Jahr in Wien hat sich nicht nur die richtige Ausstiegsseite jeder persönlich relevanten U-Bahnstation nebst ganz-vorne-oder-ganz-hinten-oder-in-der-mitte-einsteigen-Taktik in allen Öffis ins Hirn gebrannt, sondern auch der immer wiederkehrende magische Satz “Wir bitten Sie, älteren oder behinderten Fahrgästen sowie Personen mit Kleinkindern die Sitzplätze zu überlassen.” Mit auffälliger Betonung des “hin” in “behinderten”, zu harter Pause nach “Fahrgästen” und schönem Tonabfall bei “lassen”.
Ich bin ja nun schon ein Weilchen länger hier in der großen Kleinstadt an der Donau und höre das WienerLinien-Mantra zuweilen auch im Schlaf. Wie groß war meine Verblüffung, als ich einmal nichtsahnend in der 5er-Straßenbahn nach Hause zuckelte und plötzlich eine zwar wohlbekannte, angenehme Stimme vernahm, die aber ganz neue Inhalte propagierte: “Wir bitten Sie, Ihren Sitzplatz anderen Fahrgästen zu überlassen, wenn diese ihn nötiger brauchen.” Zu Hilf, zu Hilf, die Wiener Linien sind politically correct geworden! Ja ist denn gar nichts mehr heilig?
Angst und Schnee.
3. Januar 2006, 22:14.Manchmal bin ich ja überzeugt, dass ich Pech bringe. Obwohl mir Aberglaube sonst fern liegt. Aber.
Nach einem feinen Silvester-Kurztrip nach Wien (nein, wie originell) fahren wir zu fünft im Auto Richtung Heimat.
Der Himmel über Wien.
19. November 2005, 19:43.
Hab mich gerade sauerstoffsuchend aus meinem Fenster im achten Stock gelehnt und ganz deutlich Männerparfüm gerochen. Nebenbei eins, das ich mag. So, als stünde da jemand Wohlriechendes genau vor oder neben mir. Was ja in der bloßen Luft, acht Stockwerke hoch, schon leicht ins Unmögliche tendiert. — Liebe Güte, ich glaube sogar, mein Vater benutzt das selbe Parfüm. Langsam wird das spooky.
Theorie eins: Die Wiener Windkonstellationen bringen Männerduft von irgendwoher an mein Zimmerfenster. Vielleicht vom Haus gegenüber, das aber recht weit weg ist. Oder vom Zimmer unter meinem, aber streichen Novemberwinde senkrecht Hauswände in Innenhöfen hoch?
Farbenlehre.
18. November 2005, 14:47.Braun.
Ich krieg mal wieder die Krise. Meinen Österreichkoller. Diesmaliger Grund ist nachzulesen in der heutigen RAU-Kolumne im Standard, auch online.
RotWeißSchwarz.
Der Koller lässt sich übrigens auch auf Südtirol ausweiten. Kein Pieps mehr über die Gothen von jenseits des Brenners. Just business as usual.
Von einer, die auszog, Tempos zu kaufen, und zurückkam mit einem Blogeintrag über Sex und die Wahrheiten der Werbeindustrie.
17. November 2005, 19:36.
Man muss es der Werbung ja lassen. Manchmal hat sie Recht. Zum Beispiel liegt bei Bipa laut Bipa Liebe in der Luft. (Obwohl eine Kampagne mit einem geteerten und gefederten Amor für mich irgendwie eine dezidierte Anti-Liebes-Botschaft enthält, aber das ist dann wohl zu subtil für eine Franchising-Kette, die als Erkennungsmerkmal schreiendes Pink gewählt hat. Egal.) Und es stimmt: There’s love in the air… in the whisper of the cash bills… but not the love you fall in. The one you make.
Die Frau mit der Transvestitenstimme, die im hauseigenen Bipa-Radio das ultimative Duscherlebnis verhieß.
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