Skip To: Content | Navigation | Sidebar

webmail | val.bz | txp

Go, Girl.

6. April 2008, 20:56.

Nur mal schnell fürs Protokoll, und weil ich seit fast drei Wochen nicht gebloggt hab: Ich leb noch. Oder, um ein Graffito in der Bozner Gerbergasse zu zitieren: Vivo a stento ma vivo. Denn — so freuet und fürchtet euch — Val hat mit der Diplomarbeit begonnen. Yee-ha.

Außerdem bin ich grad recht analog unterwegs, Notizbücher und so. Oldskool. Ich hab mir ja sogar ein Diplomarbeitsheftlein zugelegt, zwecks Motivation. Jawohl.

Siebzig Quadratmeter.

20. März 2008, 13:32.

Die Leinwand für die EM-Fußballübertragungen, die vorm Wiener Rathaus stehen wird, ist also knapp anderthalbmal größer als unsere Wohnung, und ich weiß nicht recht, ob ich das lustig oder traurig finden soll.

Ach, und: In Wien schneit es gerade wie verrückt, ich liebe Tage, an denen es zu Mittag schon dämmrig-dunkel ist, und ich hab mich endlich für eines der Diplomarbeitsthemen entschieden. Nur so fürs Protokoll.

Udo!

14. Februar 2008, 11:15.

Das Mailadressen-Kürzel der Uni Dortmund heißt “udo”, und ich finde das gerade ganz furchtbar lustig.

(Obwohl es in direktem Zusammenhang mit einer meiner beiden Deadlines dieser Woche steht.)

Oh je.

9. Februar 2008, 19:33.

Das Problem mit dem Zitieren aus einer Webseite ohne Angaben zu Verfasser oder Jahr:

(vgl. ODG o.J. a)
(vgl. ODG o.J. b)
(vgl. ODG o.J. c)

Brilliant.

5. Februar 2008, 10:03.

Du warst eine wirklich coole und nette, sowie brilliante “Professorin” und ich hab einiges dazu gelernt.

Ähem. Räusper. Ich geh jetzt dann das Nasehochtragen noch ein bisschen üben.

Konstruktivismus du Val.

24. Januar 2008, 00:02.

Es gibt einen Wein namens Baron du VAL! Heeehehehe. Und er hat gut geschmeckt, was geübte Leser vielleicht am etwas ähem fröhlicheren Schreibstil bemerken werden.

Der Baron du Val (heeehehe) hat mir heute Abend sehr geholfen beim Zusammenfassen des Textes, den man auf obigem Bild so hämisch im Hintergrund lauern sieht. Der Text ist vom Konstruktivisten Siegfried J. Schmidt und umfasste solche Perlen wie diese hier:

Sottil.

27. Juni 2007, 13:29.

Auch die Rückseite der Zeitungen wird in Italien mit einer großen Werbung ausgestattet. In Österreich hingegen ist die Werbung sottiler.

(Aus einer Hausübung eines Studenten in meinem Fachtutorium. So, so süß.)

Bösschauen.

25. Juni 2007, 10:48.

[Erkenntnis der Woche: Prüfungsaufsicht ist coooool.]

Thanks, Frankie.

16. Juni 2007, 15:05.

Gestern nur dank Frank Sinatras “That’s Life” in ganztägiger Wiederholschleife das Schreiben einer sinnlosen Forschungsseminararbeit überlebt.

(“Tiefenanalyse eines didaktischen Multimediaprodukts” grmbl grmbl sinnlos grmbl.)

Betrogene Versprechen.

17. März 2007, 11:38.

Immerwährend betrügt die Kulturindustrie ihre Konsumenten um das, was sie immerwährend verspricht. Der Wechsel auf die Lust, den Handlung und Aufmachung ausstellen, wird endlos prolongiert: hämisch bedeutet das Versprechen, in dem die Schau eigentlich nur besteht, dass es zur Sache nicht kommt, dass der Gast an der Lektüre der Menükarte sein Genügen finden soll. Der Begierde, die all die glanzvollen Namen und Bilder reizen, wird zuletzt bloß die Anpreisung des grauen Alltags serviert, dem sie entrinnen wollte.1

Oder: Der Beweis dafür, dass die Tragik des Geekseins schon 1975 erforscht war. Die werte Leserschaft möge mich dies am Beispiel LOST verdeutlichen lassen.

Surfin'.

14. März 2007, 13:49.

Heute morgen kam Yoko Ono in mein Forschungsseminar.

Und der Professor meinte zur Onlinerecherche: “Bei der zweiten Seminargruppe ist sie umfangreicher. Da findet das Surfen auf größeren Wellen statt, sozusagen.”

Kitschtheorien und Kartoffelröstinchen.

24. Januar 2007, 23:31.

Notiz an mich selbst: Iglo-Kartoffelröstinchen, in Ketchup schwimmend, sind für nächtliche Lernsessions ideal. Weitersagen.

I hate screwing up, I do.

22. Januar 2007, 17:43.

Und jemand sollte dem verdammten Paris-Hilton-Verschnitt in meinem Seminar (ja, immer noch die) endlich sagen, dass es nicht cool ist, in einem überheizten Seminarraum eine Kappe auf dem Kopf zu tragen, schon gar nicht beim Referat. (Und schon gar nicht eine Kappe im Militärlook, weil das nie cool ist.)

Schatzi, so stark bläst der Wind hier drin nicht. Wenn du bei 50 Grad Raumtemperatur frierst, dann würde ich an deiner Stelle ernsthaft erwägen, deinen cool-alternativen Bauchnabel zu bedecken. Mittlerweile wissen wir, dass du einen straffen Bauch hast. Und beim Lächeln so kokett das Näschen rümpfst. Und eine “natürliche Schönheit” (yeah, sure) bist. Dumme Nuss, dumme.

Morgenstund, Brioche im Mund.

8. Januar 2007, 07:07.

Zum ersten Mal seit — ich glaub, seit immer — zehn Minuten zu früh aufgestanden. Die ich jetzt totschlagen muss. That’s a new one.

[Ich mag es ja, das Fachtutorin-Sein. Aber bitte, bitte nie wieder montags um 8:00 morgens.]

Man-and-woman eating alligators!

18. November 2006, 17:35.

from nbbd.comÜber den Spreeblick (jaja ich gebs ja zu, manchmal les ich ihn auch) auf dieses Video gestoßen und mir zuerst gedacht that’s pure sex baby, und sie hat einen Goldfisch am Hintern, einen Goldfisch! Mich dann sehr pädophil und chauvinistisch gefühlt und etwas geschämt.

Denn wahrscheinlich steht dahinter eine dieser herzzerreißenden Geschichten von der bösen, geldgierigen Mutter, die das arme Kleine schon vierjährig auf die Bühne zwang mit einer Mischung aus Gewaltandrohung und emotionaler Erpressung, geh jetzt da rauf, sonst schlage ich dich und deine Familie braucht dich, sei nicht so egoistisch, sing!, während der Vater seine Komplexe ob der dominanten Gattin in teurem Alkohol ertränkte, den er sich nur leisten konnte, weil eben sein armes Töchterchen unter Mutterns Fuchtel schwitzend und weinend und sich visuell prostituierend Geld verdienen musste und…

Stipendienstupidität, oder: Berge, Holz und Vieh.

11. November 2006, 22:44.

Es gibt eine neue Regelung für Leistungsstipendien für Südtiroler Studierende. Toll, nicht?

Aber. Das ganze findet in Form eines Wettbewerbs statt, sodass nicht die eigene Studienleistung zählt, sondern die eigene Studienleistung in Relation zu den anderen Bewerbern. Das wäre ja auch noch okay, Stipendien nur für die Besten der Besten.

Been there, done that.

16. Oktober 2006, 11:42.


Trotz überschwänglicher Versprechungen einen Monat lang nicht gebloggt. Eine Zugfahrt nach Wien ohne Lesestoff überlebt, und zum Glück ist der eklige kleine traubenspuckende Fratz dieser Alternativeltern neben uns schon in Jenbach wieder ausgestiegen.

Zuviele Ohrringe gekauft und bei Cappuccino, Brioche und unfreundlichen Segafredo-Kellnern endlich an eine saisonal ausgesetzte Freundschaft wieder angeknüpft. Begonnen, jeden Montagmorgen eine Lehrveranstaltung für Erstsemestrige zu leiten und mehr an mich selbst und meine Universitätskarriere zu glauben; mich selbst im Personalverzeichnis der Uni Wien gefunden.


Gott mag keine Pornos.

31. Juli 2006, 22:10.


Nein, der Titel ist nur ein Reinleger, um Leser zu ködern. Es ist eigentlich der Titel des Spiegel-Artikels, der gerade aufgeschlagen vor mir liegt und meine Bettlektüre sein wird. (Das passt dann ja.)

Der eigentliche Blogeintrag beginnt hier.


Redaktionelles, Teil 3.

27. Juli 2006, 15:03.


Es ist wieder Donnerstag, die neue FF ist da, und diesmal ist mein Artikel unverschlüsselt:

Südtiroler provinziell-politische Packteleien um die Einführung einer Maut für die alpinen Passstraßen, die im touristischen Auto- und Motorradverkehr ersticken – dass diese Maut absolut nix bringen wird und eine Sperrung das gscheitere wäre, was mir ein Wiener TU-Professor bestätigt hat (hach, war das schön, wieder mal jemanden universitätswienerisch reden zu hören), wird von den Hinterbergpolitikern hier natürlich ignoriert.


Adieu, Donaustadt.

7. Juli 2006, 11:02.


Habt ihr eigentlich eine Ahnung, WIE VIELE Menschen in den letzten paar Tagen nach “Italienerwitzen” gegoogelt haben? (Und auf mein Blog gekommen sind, das sie sicher mangels Italienerbashing sofort wieder enttäuscht verließen.) Schlechte Verlierer, die Germanen, also wirklich.

Ja, übrigens ist meine Arbeit seit dieser Nacht, 01.29 Uhr so ungefähr, fix und fertig samt Layout, Anhängen und Plagiatserklärung (die meiner Ansicht nach ja Nichtplagiatserklärung heißen sollte, aber bitte.), 71 Seiten brutto, exakt 50 Seiten netto (jaja der Anhang ist eine Sau.)


Die Mär vom einsamen Schreiberling.

6. Juli 2006, 00:01.

Wobei ich ja eine einsame Schreiberlingin bin, eigentlich. Anyhoo.

Ich bastle am allerletzten Kapitel der Arbeit – danach fehlen nur mehr die Abstracts auf deutsch und englisch, sogar das Glossar hab ich schon drin und die Anhänge sind peh-deh-efft – aber wenn ich noch ein paar mal öfter die Worte “Weblog”, “Netzwerk” oder “Strukturparameter” tippen muss, renne ich mit dem Kopf gegen meine Zimmerwand.

Es ist da!

3. Juli 2006, 11:40.


Es ist da es ist da! Heute kam endlich The Postman mit dem heiß ersehnten Päckchen.

Jan Schmidt - Weblogs. Bild: Amazon In genau vier Tagen muss ich meine Arbeit abgeben, und ich bin noch schwer am Basteln. Da kommt es als Aufmunterung gerade recht, dass das Buch hier so ziemlich meine Thesen über beziehungsweise mein Verständnis von Weblogs bestätigt. Mal sehen. Die Interviews sind noch nicht fertig ausgewertet, aber wenn wirklich was Gutes rauskommt, eröffne ich noch eine Wissenschafts-Sektion im Blog, jawollja.

So. Wie ging noch mal mein Satz? All Hail Procrastination, but better back to paper-writing.


Blog Talk Reloaded

2. Juli 2006, 11:18.


Ich will da hiiiiin! Diesmal findet der Blog Talk sogar wieder in Wien statt, und sogar Anfang Oktober, was natürlich perfekt wäre. Aber 100 € Konferenzteilnahmegebühr schauen nun mal nicht raus, verdammt. Nicht mal Studentenermäßigung gibt es. Wie war das mit dem demokratischen Charakter der Blogosphäre?

Ich könnte natürlich auch einen Vortrag halten (Ja, mittlerweile könnte ich das glaub ich wirklich, aus dem Stegreif sogar. Mein Kopf ist ein Weblog über Weblogs geworden), nur zahlen Vortragende leider 120 €. Ach, die Leiden des Studentendaseins. Seufz.


Geile Wissenschaft.

1. Juni 2006, 17:05.


Sich für die eigene Abschlussarbeit (über Weblogs) nach tonnenweise Literatursichtung und kiloweise Theorieüberlegungen was Tolles ausgedacht zu haben, konkrete Vermutungen zu haben, und dann auf einen Aufsatz namhafter Weblogforscher zu stoßen, in dem haargenau meine Überlegungen geäußert werden.

Also durch Nachdenken und Aufschreiben dorthin zu kommen, wo die ganzen großen tollen Wissenschaftler auch gerade stehen.


Poesie der Wissenschaft

22. April 2006, 17:11.


Ich bin verliebt. In den Kommunikationswissenschafts-Poesie-Schredder.

Gabi, Gan, Davus und besonders Herr Nicmar: ihr versteht mich da sicher am besten, so this is for you.


Listenkoller.

22. März 2006, 17:57.


Dass die Blödheit der Menschheit immer dann exponentiell ansteigt, wenn besagte Menschheit in größeren Massen zusammenkommt, wird nirgends so deutlich wie in einem universitären Hörsaal, wenn eine Anwesenheitsliste durch die Reihen geht und theoretisch alle 150 Studierenden des Hörsaals erreichen sollte.

Es sind dies hundertfünfzig Menschen, die es immerhin bis in eine Vorlesung des Magisterstudiums Publizistik- und Kommunikationswissenschaft geschafft haben, in der es um Medienrecht geht. Das setzt voraus, dass diese 150 Menschen a) die Matura, b) das bisherige Studium, c) so um die 20 Jahre Leben und d) die erste Stunde der Vorlesung zumindest mäßig erfolgreich absolviert haben. Sie können also so dumm nicht sein.


Das Glück, der Zufall und die Obsession.

24. Januar 2006, 00:23.


Diesen Titel hat Wolfgang R. Langenbucher, seines Zeichens Vorstand des Instituts, an dem ich studiere, sowie Träger des Kosenamens Labu, im Jahre 1994 einem Artikel über eine Langzeitstudie zu Mediennutzung und Medienbewertung gegeben.

(Sie gehört zum Prüfungsstoff, der sich noch bis Donnerstag mit mir beschäftigen wird.)


Farbenlehre.

18. November 2005, 14:47.

Braun.

Ich krieg mal wieder die Krise. Meinen Österreichkoller. Diesmaliger Grund ist nachzulesen in der heutigen RAU-Kolumne im Standard, auch online.

RotWeißSchwarz.

Der Koller lässt sich übrigens auch auf Südtirol ausweiten. Kein Pieps mehr über die Gothen von jenseits des Brenners. Just business as usual.

It’s a dirty, dirty business.

15. November 2005, 18:59.

Mittlerweile schaffe ich es in meiner deadlinebedingten Angespanntheit, durch ständiges nervöses Durchdiehaarefahren meinen Kopfbewuchs in knapp drei Stunden von “frisch gewaschen” in “pfeilheimwürstelbudenfettig” zu transformieren.

Doch dann. Heute. Unerwartet. Neben einer Schüssel mit Cremespinatresten. Mit einem dieser Lebkuchen im Mund, deren dünner weißer oder rosa Zuckerguß mit einem vogelflügelschlagsgleichen Geräusch nachgibt und splittrig den Gaumen kitzelt, wenn man draufbeißt. Inmitten eines Berges an Kopien, Büchern, gelben Bibliothekszetteln und mit abstrusesten mutmaßlichen literarischen Nazi-Netzwerken aus Namen, Rufzeichen und Pfeilchen voll gekritzelten Blättern —- war er endlich da. Der Durchbruch.

Fragen fon Folkswohlfahrt und Frühstücksmilch.

13. November 2005, 21:47.

a) Darf man abends

(c) Die Leichte Muh, auch wenns bescheuert klingt.

trinken?

b) Darf man – selbst wenn es seine Arbeit nicht richtig erledigt – böse auf etwas sein, das einen so schönen Namen wie Googlebot trägt?

Stolz und Vorurteil,

12. November 2005, 23:57.

oder: Spaniard Pride and Stereotypical Prejudice.

Es ist wirklich schön, wenn man ausnahmsweise stolz auf sich selbst sein kann. Auch wenn der Grund des Stolzes nur zwei Word-Seiten lang ist. Aber dafür sage und (klein) schreibe zwölf Fußnoten enthält. [Nein, ich bin keine Seitenschinderin. Arial Narrow musste als Schriftart gewählt und die Seitenränder sogar verschmälert werden, um das zwei-Seiten-Limit einzuhalten, jawohl.] Und den wunderschönen, poetischen und (weil englischen) wichtigklingend in Großbuchstaben geschriebenen Titel trägt: The “Steirische Völkertafel” and Its Implications for Identities and Stereotypes, Based on the Example of South Tyrol. Und neben meinem persönlichen soziolinguistischen Konzept der “proud mixed-ness” auch eine Fußnote über den Dalai Lama sowie einen Witz von Harald Schmidt enthält – das mache mir in einem Essay im Fach British Cultural Studies mal nach, wer kann!


Creative Commons License
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.5 Italy License.