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STOLpersteine.

2. Mai 2009, 22:20.

Ich entschuldige mich für den blöden Witz im Titel dieses Eintrags und die lange Blog-Abwesenheit, möchte aber doch kurz auf Davus aufmerksam machen, der den Relaunch von Stol.it unterhaltsam und informativ unter die Lupe genommen hat.

Danke für die Aufmerksamkeit!

Catching Up (3)

17. Februar 2009, 17:08.

oder: was sonst noch so los war, in praktischen Momentaufnahmen.

Gemeinheit

Ich fahr her und ich fahr hin,
bin mal in Brixen, mal in Wien.
Und egal, an welchem Ort –
es schneit immer dort
wo ich nicht bin.

Gekreuzigte Frösche, das übliche Zeugs.

10. Juni 2008, 14:21.

Liebe unbekannte Person, die du im Landtag für die Pressemitteilungen bzw. Feeds zuständig bist…

Notizen.

25. Februar 2008, 14:10.

Freitag, 22. Februar. Transkribiert vom sehr analogen Notizblock. A righe.

[Der Kirchenmann gibt sein Statement.]

Durnerwald.

13. Februar 2008, 17:51.

DURNERWALD = MAFIA

stand auf einem Trenitalia-Waggon am Brenner, ganz groß in den Dreck gemalt.

Homecoming.

11. November 2007, 19:27.

“Du bist zu groß für Südtirol inzwischen.”

“Ich würde mich wieder daran gewöhnen. Nach einer Weile würde ich einfach wieder schrumpfen.”

Heimweg II.

16. Oktober 2007, 22:16.

Sie hat ihr Fahrrad unter sich, das hellblaue, das älter ist als sie selbst. Spätestens auf den letzten zweihundert Metern nach der Wiese, die in der gesamten Nachbarschaft „die große Wiese“ heißt, obwohl sie wirklich nicht besonders groß ist, aber auf der sie wahrscheinlich ein Viertel ihrer Kindheit verbracht hat, und wo sie einmal drei Tage lang alle zusammen eine geniale Miniaturstadt aus Lehm bauten; spätestens nach der Wiese also kommen die Gedanken. Wie wird es heute sein? Ein schlechter Tag? Oder ein guter? Aber alles falsch, wie ein eitriges Pickelgeschwür mit Make-up überdeckt, a fucking happy family, so heuchelnd, dass man die guten penne al pomodoro con olive e capperi gleich wieder auskotzen möchte, wenn es nur nicht so schade drum wäre.

Bürgerlisten 2.0.

5. September 2007, 18:58.

Jetzt ist es raus: Die Bürgerlisten werden bei den Südtiroler Landtagswahlen 2008 mit den Grünen kandidieren (Infos hier und hier). Nun wird zwar die Diskussion beginnen. Aber was ich an der ganzen Sache fast am interessantesten finde, ist das stolz vorgestellte Logo der Bürgerlisten für die Wahl. Tadaaa:

Luis bricht aus.

5. September 2007, 10:51.

Wir starten die Wiederbelebung von germitalglish nach der Urlaub-und-trotzdem-Stress-Pause mit Amüsantem aus dem Landespresseamt:



screenshot



Pimp My Blog.

8. August 2007, 19:54.

Ich bin seit heute im Urlaub. Also pimpe ich. Und zwar zwei ziemlich junge Blogs. Weil ich mir vielleicht heimlich ein ganz kleines bisschen vorgenommen habe, beim Aufbau einer lebendigen Südtiroler Bloggerszene mitzuhelfen. Eine so totalitär veranlagte Medienlandschaft wie hier schreit ja geradezu danach. So.

Let The Pimpage Begin:

Provinz Beh Zett.

7. August 2007, 23:53.

Mein Leben ist erfüllt.

Second Äpfel.

1. August 2007, 18:04.

Es fing an mit einer Pressemitteilung des Verbandes Südtiroler Obstgenossenschaften (VOG): Der bekannte “Marlene”-Apfel, der mit seinem zugegeben witzigen italienischen TV-Spot (Marleneeeee!) auf YouTube recht erfolgreich ist, hat “als erster Obstproduzent weltweit” eine Second-Life-Präsenz eröffnet. So weit, so sinnfrei.

Ich machte daraus für die morgige ff eine Kurzmeldung, weil es ein netter Gag war und recht gut zu meinem Artikel über Web 2.0 und Second Life von vorletzter Woche passte. Den Artikel haben aber die Leute von Stol.it anscheinend nicht gelesen:

Titten, Weißwurst und Webzweinull.

10. Juli 2007, 22:57.

Die Südtirolerin, Südtiroler Frauenzeitschrift, die in Wahrheit aber nichts anderes ist als das gedruckte Äquivalent verschiedener Partybild-Webseiten (Ich zitiere: Stanglwirts ‘Weißwurstparty’! Zitat Ende) und sich deshalb nicht nur in Ärztewartezimmern großer Beliebtheit erfreut, hat anscheinend Web 2.0 entdeckt — Himmel hilf — und eine Art Blog eröffnet. Mit ganz seriösen Kulturnachrichten drin, so Theater und Weinverkostung und so. Aber ganz kann die liebe Südtirolerin vom Frivolen nicht lassen:


Jaja, auf dem Ritten, da gibt’s koa Sünd’.



Alarm, Allarm.

22. Juni 2007, 13:24.

Südtirol Online, kurz stol.it, ist die Informationsplattform Südtirols. Leider:


[Screenshot von stol.it 22.06.2007 12.00 Uhr]

Ein Rechtschreib- und ein Grammatikfehler in einer einzigen Überschrift. Ich würde ja die Sommerpraktikanten in Zukunft ein wenig sorgfältiger aussuchen.

Südtirol bei Österreich.

9. Juni 2007, 20:25.

In Technorati gefunden: BWAHAHAHAHA.

Weg von Italien – Zurück nach Österreich – aber wie? [...] Dieser Blog ist für mich wie ein Tagebuch, wo ich sporadisch einige Einfälle eintragen werde, wie man aktiv und auch passiv, als nomalsterblicher nichtpolitiker die Selbstbestimmung Südtirols ereichen kann.

Das Blog enthält genau einen Eintrag. Den ersten. So toll waren die sporadischen Einfälle dann doch nicht, hm? Hehe.

Irrige Vorstellung.

5. Juni 2007, 02:19.

In Bozen wurde am 1. Juni der “Garten der Religionen” eröffnet. Aus dem Text hinter dem Link (offizielle Seite der Stadt Bozen):

Dieser Garten, der erste in Italien, lädt ein, die fünf Weltreligionen in ihrer Eigenart kennen zu lernen.

Schön, ne. Friede, Freude, multikultureller Organisierte-Menschenverblödungs- Eierkuchen. Räusper. Zurück zu meiner Journalistinnen-Neutralität.

Schleimig.

28. Februar 2007, 16:23.

Ist euch mal aufgefallen, wie viele Ausdrücke es im Südtirolerischen für gewisse Körperfunktionen gibt?

Für… äh… Nasenschleim fällt mir im Deutschen so spontan nur das hässliche Wort “Popel” ein, das wohl mit dem südtirolerischen Rotz zu übersetzen wäre.

Seriously, where's the booze?

6. Februar 2007, 17:29.

Der Anislikörtrinker fabriziert lebende (und schielende) Killerpasteten. Gan gibt sich der hohen Literatur und Kunst hin. Und ich, ich spüre die ersten, leise tastenden Anzeichen der finalen Potterdämmerung, die düstere Prophezeihungen mit sich zieht. Und würde gerne mit Stewie saufen gehen.

Die Stammleserschaft merkt anhand der unzusammenhängenden Thematiken vielleicht: Val ist zu Hause. Zwei Wochen… bei guter Führung. Und eigentlich genieße ich es. Was daran liegen könnte, dass ich erst 3 Stunden hier bin.

Der Fluch in der U-Bahn.

15. Januar 2007, 20:44.

Eine geschlagene Stunde vom Institut nach Hause gebraucht, weil die verdammte U6 mal wieder so gefahren ist, als stecke sie im Urlaubsstau.

Dabei von zwei kichernden Idioten angegrabscht worden, ebenso wie ein weiteres Opfer neben mir. Zeitgleich mit dem anderen Grabschopfer angefangen, die beiden Hirnlosen auf Südtirolerisch mit italienischen Fluchwörtern zu beschimpfen. Uns ein wenig überrascht angesehen. Beide kurz gegrinst.

Bozner Gespräche.

20. Dezember 2006, 14:16.

Im Bus, Linie 5 stadteinwärts. Zwei Frauen.

“Na, und von dor Brigitte die Tochter, de bringt ihr olm die gonze Wäsche zu waschn hoam! Woasch, de Tochter isch gschieden, mit drei Kinder…”
“Jo, wieso hot se denn a drei Kinder gmocht, wenn sie sich danoch getrennt hot.”
“Na woasch, des hot de net gewisst vorher. Des woas man nia.”
“Na sel tua i net glabn.”

Stipendienstupidität, oder: Berge, Holz und Vieh.

11. November 2006, 23:44.

Es gibt eine neue Regelung für Leistungsstipendien für Südtiroler Studierende. Toll, nicht?

Aber. Das ganze findet in Form eines Wettbewerbs statt, sodass nicht die eigene Studienleistung zählt, sondern die eigene Studienleistung in Relation zu den anderen Bewerbern. Das wäre ja auch noch okay, Stipendien nur für die Besten der Besten.

Heimat.

28. Oktober 2006, 13:41.


Nach drei Tagen zu Hause schon ziemlich überzeugt, dass eine Woche Heimaturlaub doch keine so gute Idee war. Wie hab ich nur die drei Monate im Sommer ausgehalten?

Und den Eltern nichts mehr zu sagen haben, eigentlich. Traurig ist das.


Von Trenitalia, Teenagern und Titelstorys.

14. September 2006, 16:17.


Mal wieder rammelvoll, der verdammte Zug. Weil es kein Regionalzug ist, sondern der Eurocity nach München. Die germanischen Touristen zerquetschen uns arme Pendler mit Koffern und Tüten Sackln und Taschen und Jacken und Büchern und Chips und großen Hintern und weißen Socken.

Aber ich hab mich am Bozner Bahnsteig 3 mal wieder an den perfekten Punkt gestellt: Die Zugtür hält vor meiner Nase. Rein ins zweite Abteil, noch viel Platz, es füllt sich bald. Aber dann kommen sie, die Touris, die natürlich reserviert haben, und das halbe Abteil muss wieder aufstehen.


Es gibt...

1. September 2006, 10:36.


...eine World Barbecue Association South Tyrol.

Diese Welt ist ein Irrenhaus.


Redaktionelles, Teil 5.

24. August 2006, 15:48.


Ähem. Räusper. Ich präsentiere: meinen letzten Artikel. Grausames, Informatives, Makabres aus der schönen kleinen Bergprovinz: “CSI: Bozen”.

Aber nicht weitersagen – ich weiß noch immer nicht, wie legal es ist, PDFs von Zeitschriftenartikeln gratis online zu stellen, wenn man sie selbst geschrieben hat. [Edit, Monate später: Hab das PDF entfernt. Man weiß ja nie. Auf Anfrage bei mir erhältlich :)]


Redaktionelles, Teil 4.

18. August 2006, 18:22.


Long time no see, long time no write.

Meine ff-Karriere geht inzwischen voran, ich hatte heute bis vor einer Stunde Aussichten auf die Titelstory, aber nein, natürlich musste ein Redakteur den absoluten investigative-journalism-Coup mit Titelgarantie landen.


Gott mag keine Pornos.

31. Juli 2006, 23:10.


Nein, der Titel ist nur ein Reinleger, um Leser zu ködern. Es ist eigentlich der Titel des Spiegel-Artikels, der gerade aufgeschlagen vor mir liegt und meine Bettlektüre sein wird. (Das passt dann ja.)

Der eigentliche Blogeintrag beginnt hier.


Unredaktionelles. (alias Redaktionelles, Teil 4)

28. Juli 2006, 12:12.


Ich bin gerade zu einer halben Stunde Sekretariatsdienst abkommandiert worden. Weil eine der Sekretärinnen gestern Geburtstag hatte und die gesamte Sekretariatsbelegschaft “nur einen kurzen Kaffee” trinken gegangen ist, der dann in einen ziemlich langen Kaffee ausgeartet ist.

Jetzt frage ich mich: Warum ich, warum vd? Warum nicht rj, die andere Praktikantin? (Die andern beiden, bb und sk, sind nicht da.)


Redaktionelles, Teil 3.

27. Juli 2006, 16:03.


Es ist wieder Donnerstag, die neue FF ist da, und diesmal ist mein Artikel unverschlüsselt:

Südtiroler provinziell-politische Packteleien um die Einführung einer Maut für die alpinen Passstraßen, die im touristischen Auto- und Motorradverkehr ersticken – dass diese Maut absolut nix bringen wird und eine Sperrung das gscheitere wäre, was mir ein Wiener TU-Professor bestätigt hat (hach, war das schön, wieder mal jemanden universitätswienerisch reden zu hören), wird von den Hinterbergpolitikern hier natürlich ignoriert.


Redaktionelles, Teil 2.

23. Juli 2006, 14:49.


Das Praktikum läuft übrigens recht gut, die vier Praktikantinnen gehen klischeehaft zusammen mittagessen, und meinen Artikel über Freud und die Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen in Südtirol in der letzten Ausgabe könntet ihr hier nachlesen, wenn der Zugang für Nichtabonnenten offen wäre. Tja. Vielleicht könnte ich ihn einscannen (Seite 1 und Seite 2) oder zumindest fotografieren, so copyrightwidrig wird das schon nicht sein, hab ihn ja selbst geschrieben.

Mangels Fotografen musste ich einen der interviewten Ärzte selbst knipsen, das Foto wurde auch gut: Ich hatte ihn sehr stylisch auf eine Bank vor ganz viele Pflanzen gesetzt, sehr sommerlich und so. Nur hatte ich beim Fotografieren nicht gesehen, dass zwei dieser langen, schmalen, schwertförmigen Blätter hinter dem Kopf des geehrten Doktors hervorstanden wie ein hübsches Paar grüner Eselsohren. Dank sei dem Liebsten und Photoshop.


Provinz ist, wo ich bin.

10. Juli 2006, 18:26.


ITALIEN IST WELTMEISTER und ich bin wieder in Südtirol, drei Monate ohne Aussicht auf Bewährung. Aber zumindest sind meine Eltern mit meinem Bruder zwei Wochen auf Urlaub – ich hätte sie ja gerne wiedergesehen, aber Südtirol und Eltern auf einmal, das ist immer ein bisschen zuviel für meine Eingewöhnungssynapsen. So kann ich mich in Ruhe wieder mit Brixen anfreunden, Wien ein bisschen nachtrauern und dann festen Gemüts der liebenden Wärme der Familie entgegentreten.

Allerdings verlief die Fahrt nach Hause wieder einmal nicht so, wie sie hätte sollen – ich glaube, Züge reagieren auf meine bloße Präsenz mit menschlichen Unikaten und technischen Seltsamkeiten. Denn noch im Zug notierte ich folgendes:


Synchroncocktail, Teil 2.

2. Juni 2006, 16:36.


Fortsetzung des Lustspiels in ein paar Aufzügen.

Wer den ersten Teil verpasst hat, hat was verpasst und sollte ihn unbedingt nachlesen.


Synchroncocktail.

1. Juni 2006, 11:46.


Lustspiel in ein paar Aufzügen.


Handelnde Personen und deren Darsteller

  • Val, Bloggerin und pflichtvergessene Studentin: herself
  • Gan, deren Freundin: herself
  • Fernseher, Gans Besitz (legal): himself
  • Fernsehkarte, Vals Besitz (räusper): herself
  • Bryan Flannigan, Barkeeper mit Horrorfrisur: Tom Cruise
  • Goldlöckchen, dessen betrogenes Liebchen: Elisabeth Shue
  • Der Alte/Doug, bester Freund des Bryan F.: Bryan Brown
  • Die Alte, reiche Nymphomanin: Lisa Banes
  • Die Coole Dicke, Inneneinrichterin frei von Geschmack: Tine Wittler
  • Georgechen, Nespressowerber: George Clooney
  • Stange, H&M-Werberin: Komparsin


Südtiwien.

5. Mai 2006, 16:45.


Wenn auf der Währingerstraße gerade irgendein Markt oder Fest oder was auch immer stattfindet, und durch mein offenes Fenster Blasmusik hereinströmt, und die Kapelle spielt gerade

Wohl ist die Welt so groß und weit
und voller Sonnenschein
Das allerschönste Stück davon
ist doch die Heimat mein


Bürgerstubenblues oder: die unerschütterliche Logik des Osterhasen.

14. Februar 2006, 17:44.

An der dunkelbraun vertäfelten Wand, an drei goldfarbenen Haken, kleben sechs schwarze und ein grauer Handschuh und eine schwarze Mütze, die wahrscheinlich in den letzten paar Wintern verloren und nur halbherzig gesucht wurden.

Unterm Handschuhfriedhof steht die Kühlvitrine, mal mit Industrietiramisu gefüllt, mal mit Faschingskrapfen und Konditortorten, darauf ein Stapel Glasteller und ein Stapel Pappteller, jeweils mit gelben Servietten belegt, bereit zum Befülltundserviertwerden. Hässlich wie die großen Sonnenblumen aus Kunststoff, die neben der Kühltruhe stehen. Aber praktisch. Wer weiß, nach welchen Kriterien entschieden wird, welcher Gast Pappteller vorgesetzt kriegt und wer seinen Sahnekuchen auf Glas drapiert bekommt.

Chaos verboten.

15. Januar 2006, 00:50.


chaos verboten.

Die Nachdenweihnachtsferien-Fahrt nach Wien. Der Zug mit dem verschlossenen Waggon. Das Abteil mit den versetzten Sitzen. Die schmutzige Zugfensterscheibe mit dem verwurschtelten, in sich zusammengefallenen Nichts-aus-dem-Fenster-werfen-Aufkleber. Der ein bisschen aussah wie ein Saftkrug. Meine fotografierende Hand im Fensterspiegelbild.

Tales of Ordinary South Tyrolean Madness.

22. Dezember 2005, 19:14.

Nun, man sitzt da so im Zug von Bozen nach Brixen, der noch im Bozner Bahnhof auf bessere Zeiten wartet, hat sich zuvor zwanzig Minuten lang am Bahnsteig den Allerwertesten abgefroren und vermisst bereits den gerade verabschiedeten Liebsten.

Der auf der anderen Seite sitzende attraktive Enddreißiger bis Mittvierziger (ich kann Alter so schlecht einschätzen) in orangefarbenen Jeans fragt sogleich: “Ist das neu?” und meint damit Speedy, mein Snowboard. Ich antworte freundlich (er ist wirklich attraktiv) mit “Nein, es ist nicht neu, schon etwas ramponiert, hier.” Er hakt nach: “Also kein Weihnachtsgeschenk?” Nein, sage ich, schon fünfsechs Jahre alt, aber pfleglich behandelt.

Geld regiert die Welt.

19. Dezember 2005, 16:46.

So weit ist es also schon, dass Unternehmen anfangen, Gemeinden zu leiten.

gemeinde tinkhauser. comune di vipiteno.

Hat Südtirol nicht etwas extrem naiv-unschuldiges an sich? Irgendwie herzig.

Dezembersurfing.

11. Dezember 2005, 23:34.

Im Handy gefunden: Das Bildchen vom weißen Mini und den Surfbrettern im Pickup-Truck Lastwagen. Zwanzig Meter von meiner Hauseinfahrt entfernt plötzlich sommermorgendliches Surfin’USA-Feeling, und ich weiß nicht mal mehr genau, warum ich trotz zur-Arbeit-fahr-Stress abrupt bremste, grinsend vom Sattel stieg und das Stillleben fotografierte. Ich glaube, ich fand es unheimlich witzig und süß-sommerlich sinnlos: Surfbretter in Milland! Wer weiß, wo die Leute surfen wollten… im Schwimmbecken unserer Nachbarn?

surfin' millandJetzt jedenfalls sagt mir das Bild zwar nicht weniger, aber anderes. Es erinnert mich an den seltsamen Sommer dieses Jahres, das bald von uns gehen wird. (Es möge ruhen in Frieden.) Plötzliche Traurigkeit, so wie immer eben, wenn man an Sommer denkt und er ist gerade nicht. Fin de siècle-Stimmung, obwohl ich eigentlich den Winter lieber mag. (Endlich dicke Wollmützen tragen. Keine Schweißfleckenpanik. Schnee. Keine schwül an der Stirn klebenden Haare. Erlaubte Früchteteegemütlichkeit. Keine bräuneren Mädchen mit schöneren nackten Beinen als ich. Schnee übrigens nur im Idealfall. Keine Mückenstiche und Sonnenausschläge. Idealfall, hast du’s bald? Ich warte.) Jedenfalls naja der Sommer. Seltsam. Manchmal verabscheuungswürdig. Und dann manchmal am Ende schön, so wie dieser. Und so wie das Wort Verabscheuung.

I blog sono ROCK. FF é LENTA.

11. November 2005, 10:25.

Neues Update (schon wieder) zu Davus’ Artikel um die schlagende Schülerverbindung Gothia in Meran:

Das Wochenmagazin FF, eine der wenigen Publikationen in Südtirol, die dem Ebner-Monopol noch trotzen, hat gestern auch einen Artikel über die strammen Gothia-Jungens gebracht. Der ist aber erstens nach dem Blogartikel von Davus erschienen, was ja an sich schon ein Triümphchen für die Allgemeinheit des Blogtums darstellt. Und zweitens ist er viel lascher und viel zu wenig kritisch, wenn ich meine bescheidene Meinung anfügen darf, was ich ja darf, weil das hier mein Blog ist, jawollja.

Rechts um!

10. November 2005, 16:47.

Ich hab ja schon gestern auf Davus’ Blog gelinkt, wegen seines spannenden Berichts “Rechts um!” über die im September gegründete Südtiroler Burschenschaft Gothia Meran und ihre Verbindungen zu einigen politischen Parteien und Personen sowie (teilweise, oder mutmaßlich) Fakten der Chronik.

Gestern gab es ein paar Updates, unter anderem über das mysteriöse Verschwinden aller Inhalte der Hausseite Homepage der Gothia. Dem Davus in Zusammenarbeit mit dem liebenswürdigen Google-Cache abgeholfen hat, hehe.

ausagiwoxxn fan giwonte / ausagiwoxxn fan lonte.

4. November 2005, 09:59.

Kitsch ist eine Heugabel an der Wand einer Disco,
ein Butterkübel als Schirmständer [...]

Vollinhaltliche Zustimmung meinerwenigkeitseits. Wenn ich mich auch ebenso voll vom Puschtrasein distanziere. Mir gefiel einfach der Satz. Und das Gedicht, von dem ich zwei Zeilen als profanen Blogeintragstitel missbraucht habe, noch mehr. Sowohl Zitat als auch Gedichtzeilen sind von Sebastian Baur, von dessen Existenz ich Ignorantin seit heute weiß.


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