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Like the Undead Walk on Earth

10. Januar 2009, 21:41.

Wegen der Weblog Awards 2008 viel zu viel auf fremden Blogs herumgestolpert und dabei viel zu viele erkonservativ-rechte amerikanische Meinungsergüsse überflogen.

Als dann ein Ex-Army-Mensch meinte, er könne gut verstehen, dass einige Soldaten nicht in nächster Nähe zu homosexuellen Kollegen ihren Dienst leisten wollen, fragte ich mich schon langsam, was ich hier eigentlich mache. Und wie schließlich eine Dame schrieb, sie könne die völlig irrationale Denkweise der schrecklichen AbtreibungsbefürworterInnen einfach nicht verstehen, hab ich mich dann endlich wegen Überbelastung ausgeklinkt. Oder um es in der passenden Sprache auszudrücken: my brain hurt.

Österreich, Januar 2009.

9. Januar 2009, 18:20.

Stellt euch vor, es ist Rauchverbot und keiner geht hin.

Son of Alfred!

31. Juli 2008, 22:06.

...und weitere Untertitelkalamitäten aus schlechten “Lord of the Rings”-Bootlegs.

Biancofiore und der Untergang Italiens.

13. April 2008, 14:25.

Gestern, 12. April 2008, kurz vor Mitternacht in der Wangerstraße in Bozen: Michaela Biancofiore (oder sonst ein blondes, langhaariges Berlusconi- Schoßhündchen, wir waren uns nicht ganz einig, ob sie es tatsächlich war) steigt aus einem bunten Forza-Italia-Smart und verteilt Wahlwerbeflyer auf Windschutzscheiben.

So, und nun alle im Chor: “Am Tag vor der Wahl ist in Italien Wahlwerbung verboten!”
[EDIT 15.27 Uhr: “Nel giorno precedente e in quello della votazione sono vietati i comizi, le riunioni di propaganda diretta o indiretta in luoghi pubblici o aperti al pubblico, nuove affissioni di stampati e altri manifesti di propaganda (art. 9, comma 1, della legge n. 212/1956).” Quelle. Auch hier. Ich denke schon, dass das Anbringen von Flyern darunter fällt, oder?]

The European Vibe.

16. März 2008, 22:38.

“She’s got that European vibe going on, where you just want to know more about her.”

Außenwahrnehmungen sind witzig. Aus: America’s Next Top Model, was übrigens fast besser als stand-up comedy ist.

Timbuctù, sola andata.

25. Januar 2008, 10:50.

Symbolbild Nummer 3.628 für “Was in Italien alles falsch läuft”:


[Italienischer Senat, gestern. Screenshot von Repubblica.it. Ich wiederhole: Senat. Nicht Stadion.]

Seufz.
(Für nicht-italienischsprachige Leser bzw. für einen Blick von außen: Seufz.)

Zeitgeschichte.

9. Oktober 2007, 16:37.

Behold the madness:


[Screenshot Spiegel.de 8.10.2007]

Die Montagsdemos. Der Mauerfall. Der Tsunami. Und das erste Konzert von… den Beatles? Nick Cave? ... Tokio Hotel. *headdesk*

Wroom wroom.

25. Juli 2007, 09:45.

Ich habe gestern einen getunten Renault Clio gesehen. Einen getunten. Renault. Clio.

Mit silberverchromten Rückspiegeln.

Grrr, Argh.

24. Juli 2007, 12:54.

Ich bin ja nicht so das Mensch für Chatspeak und mysteriöse Smiley-Konstruktionen, aber: o_O

Gäbe es einen Award für Most Annoying Person Alive, ich hätte den perfekten Kandidaten gefunden.

So ein Tag, so wunderschön.

19. Juni 2007, 21:28.

Beim Abspülen ein Weinglas zerbrochen. Beim Staubsaugen die Klotür in den kleinen Zeh gerammt, der jetzt sauweh tut und aussieht wie eine Blutwurst (und bitte hoffentlich nicht gebrochen ist). Beim Wäschewaschen das T-Shirt meines Freundes ruiniert, das ich ihm zum Geburtstag geschenkt hatte, als wir erst 3 Wochen zusammen waren. Im Blog dieses meines Freundes ein nudnick genannt worden (nein, nicht von ihm), also eine obtuse, boring, or bothersome person; a pest.

Vielleicht sollten die Pest und ihr Zehen-Eispack einfach nur ins Bett gehen und sich nicht mehr bewegen, bevor Stan und Ollie herkommen und auf ihr Copyright pochen.

Südtirol bei Österreich.

9. Juni 2007, 19:25.

In Technorati gefunden: BWAHAHAHAHA.

Weg von Italien – Zurück nach Österreich – aber wie? [...] Dieser Blog ist für mich wie ein Tagebuch, wo ich sporadisch einige Einfälle eintragen werde, wie man aktiv und auch passiv, als nomalsterblicher nichtpolitiker die Selbstbestimmung Südtirols ereichen kann.

Das Blog enthält genau einen Eintrag. Den ersten. So toll waren die sporadischen Einfälle dann doch nicht, hm? Hehe.

Irrige Vorstellung.

5. Juni 2007, 01:19.

In Bozen wurde am 1. Juni der “Garten der Religionen” eröffnet. Aus dem Text hinter dem Link (offizielle Seite der Stadt Bozen):

Dieser Garten, der erste in Italien, lädt ein, die fünf Weltreligionen in ihrer Eigenart kennen zu lernen.

Schön, ne. Friede, Freude, multikultureller Organisierte-Menschenverblödungs- Eierkuchen. Räusper. Zurück zu meiner Journalistinnen-Neutralität.

Musings of a Cigarette Hating Woman.

28. April 2007, 09:04.

Lieber Hans Rauscher. Danke.

Vor Jahrzehnten liefen die Innenstadt-Kaufleute Sturm gegen die Fußgängerzonen. Ergebnis: Fußgängerzonen sind die Orte des Einkaufs schlechthin. Ähnlich defensiv, einfallslos und auf Sicht selbstbeschädigend agiert die Gastronomie heute auf die Raucherfrage. Die “Freiwilligkeitsvereinbarung” mit den “raucherfreien Zonen” wurde von den meisten Restaurateuren zur Verhöhnung der Nichtraucher benutzt.

Platt.

9. März 2007, 19:26.

Bundesdeutsche Pseudo-Bohémienne-Studentin (wahrscheinlich Theaterwissenschaft, zweites Semester) heute Vormittag in der 43er Straßenbahn in sehr belehrendem, weltmännischem Ton zu ihrem Begleiter:

“Weißt du, Brecht benutzt nämlich Verfremdungseffekte…

Worte der Woche.

23. Januar 2007, 23:58.

“Meine Horroavoastellung wär zum Beispü ana, der was ned Deutsch sprechn kann. Des kennt i ned. Des geht ned.”

Neulich die überforderte Mutter einer Favoritner Gemeindewohnbau-Familie (sieben Köpfe, 56 m²), auf den unbekannten Tauschmann wartend. (In der von mir zwangsweise, weil zwecks Analyse gesehenen Trashsendung Tausche Familie)

I hate screwing up, I do.

22. Januar 2007, 17:43.

Und jemand sollte dem verdammten Paris-Hilton-Verschnitt in meinem Seminar (ja, immer noch die) endlich sagen, dass es nicht cool ist, in einem überheizten Seminarraum eine Kappe auf dem Kopf zu tragen, schon gar nicht beim Referat. (Und schon gar nicht eine Kappe im Militärlook, weil das nie cool ist.)

Schatzi, so stark bläst der Wind hier drin nicht. Wenn du bei 50 Grad Raumtemperatur frierst, dann würde ich an deiner Stelle ernsthaft erwägen, deinen cool-alternativen Bauchnabel zu bedecken. Mittlerweile wissen wir, dass du einen straffen Bauch hast. Und beim Lächeln so kokett das Näschen rümpfst. Und eine “natürliche Schönheit” (yeah, sure) bist. Dumme Nuss, dumme.

Der Fluch in der U-Bahn.

15. Januar 2007, 19:44.

Eine geschlagene Stunde vom Institut nach Hause gebraucht, weil die verdammte U6 mal wieder so gefahren ist, als stecke sie im Urlaubsstau.

Dabei von zwei kichernden Idioten angegrabscht worden, ebenso wie ein weiteres Opfer neben mir. Zeitgleich mit dem anderen Grabschopfer angefangen, die beiden Hirnlosen auf Südtirolerisch mit italienischen Fluchwörtern zu beschimpfen. Uns ein wenig überrascht angesehen. Beide kurz gegrinst.

Tausche TV.

14. Dezember 2006, 21:55.

Zwangsweise eine ganze Folge Tausche Familie angesehen, zwecks analysieren. Nach zwei Minuten auf einen baldigen Kopfschuss in meine Richtung gehofft. Nach einer halben Stunde aufgestanden und freiwillig die Küche geputzt.

Oh, die Sozialpornographie.

Gottlos.

16. November 2006, 20:54.

Der alte Mann hinter mir an der Supermarktkasse hat nur zwei Euro, und ich gebe ihm 20 Cent, damit er seine beiden Tütensuppen bezahlen kann.

Eine halbe Stunde später klingelt es, und es ist nicht wie erwartet David (der seine Schlüssel vergessen hatte), sondern ich öffne schwungvoll einem GIS-Mann die Tür. Er überrumpelt mich, aber ich mache mir keine Sorgen: Wir haben schließlich weder Fernseher noch Radio, weil wir beides nicht mögen. Dass seit drei Monaten auch in Österreich eine Gebühr für PCs mit Internetanschluss gilt, das… hätte ich gern vorher gewusst.

Stipendienstupidität, oder: Berge, Holz und Vieh.

11. November 2006, 22:44.

Es gibt eine neue Regelung für Leistungsstipendien für Südtiroler Studierende. Toll, nicht?

Aber. Das ganze findet in Form eines Wettbewerbs statt, sodass nicht die eigene Studienleistung zählt, sondern die eigene Studienleistung in Relation zu den anderen Bewerbern. Das wäre ja auch noch okay, Stipendien nur für die Besten der Besten.

Monday, Monday

23. Oktober 2006, 22:37.


Von einem Bankangestellten, der mindestens drei Jahre jünger ist als ich, wie eine Idiotin behandelt werden, nur weil er schneller und lauter sprechen kann. “Nein, schaun’S, wenn Sie das an der Kassa einzahl’n, dann gibt’s Spesen…” das weiß ich, verdammt, ich hab dich ganz was anderes gefragt “Na schaun’S, das geht so: den blauen Teil stempeln’S ab, ja? Und den roten werfen’S ins Kasterl, so, ja?” ich bin nicht zwölf du Dödel, hör doch zu! Und grins mich nicht so mitleidig an

In der U-Bahn einen Fünfjährigen beobachten, der unter Aufbietung all seiner Kräfte die schwarzen Buchstaben zu entziffern versucht, die irgendjemand in Kindesnasenhöhe an die orange Waggonwand gekrakelt hat. “Mama, was heißt N… Nig… Niggeraus?” wake up and smell how bad the world is, little man “Nigger ist ein böses Schimpfwort für Menschen mit dunkler Hautfarbe.” very politically correct schon so früh, gute Mama “Aber warum müssen die raus?” “Weil es sehr dumme Menschen gibt, die sagen, alle Ausländer müssen weggehen, die mögen sie nicht.” dem kleinen Hirn beim arbeiten zusehen “Hm, Mama, vielleicht hat das auch der Fahrer da hin gemalt?”


Es gibt...

1. September 2006, 09:36.


...eine World Barbecue Association South Tyrol.

Diese Welt ist ein Irrenhaus.


Redaktionelles, Teil 3.

27. Juli 2006, 15:03.


Es ist wieder Donnerstag, die neue FF ist da, und diesmal ist mein Artikel unverschlüsselt:

Südtiroler provinziell-politische Packteleien um die Einführung einer Maut für die alpinen Passstraßen, die im touristischen Auto- und Motorradverkehr ersticken – dass diese Maut absolut nix bringen wird und eine Sperrung das gscheitere wäre, was mir ein Wiener TU-Professor bestätigt hat (hach, war das schön, wieder mal jemanden universitätswienerisch reden zu hören), wird von den Hinterbergpolitikern hier natürlich ignoriert.


Provinz ist, wo ich bin.

10. Juli 2006, 17:26.


ITALIEN IST WELTMEISTER und ich bin wieder in Südtirol, drei Monate ohne Aussicht auf Bewährung. Aber zumindest sind meine Eltern mit meinem Bruder zwei Wochen auf Urlaub – ich hätte sie ja gerne wiedergesehen, aber Südtirol und Eltern auf einmal, das ist immer ein bisschen zuviel für meine Eingewöhnungssynapsen. So kann ich mich in Ruhe wieder mit Brixen anfreunden, Wien ein bisschen nachtrauern und dann festen Gemüts der liebenden Wärme der Familie entgegentreten.

Allerdings verlief die Fahrt nach Hause wieder einmal nicht so, wie sie hätte sollen – ich glaube, Züge reagieren auf meine bloße Präsenz mit menschlichen Unikaten und technischen Seltsamkeiten. Denn noch im Zug notierte ich folgendes:


È fatta.

11. April 2006, 11:59.



phew.


Ums Arschlecken. Entschuldigt die Vulgarität, die Nacht war lang. Gepriesen seien die Auslandsitaliener. Hoffentlich hält’s.

Trotzdem: Die Hälfte Italiens wollte weiterhin ihn (ihr wisst schon) als Premierminister. Argh.



Listenkoller.

22. März 2006, 17:57.


Dass die Blödheit der Menschheit immer dann exponentiell ansteigt, wenn besagte Menschheit in größeren Massen zusammenkommt, wird nirgends so deutlich wie in einem universitären Hörsaal, wenn eine Anwesenheitsliste durch die Reihen geht und theoretisch alle 150 Studierenden des Hörsaals erreichen sollte.

Es sind dies hundertfünfzig Menschen, die es immerhin bis in eine Vorlesung des Magisterstudiums Publizistik- und Kommunikationswissenschaft geschafft haben, in der es um Medienrecht geht. Das setzt voraus, dass diese 150 Menschen a) die Matura, b) das bisherige Studium, c) so um die 20 Jahre Leben und d) die erste Stunde der Vorlesung zumindest mäßig erfolgreich absolviert haben. Sie können also so dumm nicht sein.


Neunter April.

18. März 2006, 18:13.


Am 9. April hat nicht nur meine Mami Geburtstag, sondern auch meine ehemals beste Freundin aus Mittelschulzeiten und eine ehemalige Mitschülerin aus Realgymnasiumzeiten.

Aber am 9. April wählt Italien auch sein neues Parlament.


Angst und Schnee.

3. Januar 2006, 22:14.

Manchmal bin ich ja überzeugt, dass ich Pech bringe. Obwohl mir Aberglaube sonst fern liegt. Aber.

Nach einem feinen Silvester-Kurztrip nach Wien (nein, wie originell) fahren wir zu fünft im Auto Richtung Heimat.

Geld regiert die Welt.

19. Dezember 2005, 15:46.

So weit ist es also schon, dass Unternehmen anfangen, Gemeinden zu leiten.

gemeinde tinkhauser. comune di vipiteno.

Hat Südtirol nicht etwas extrem naiv-unschuldiges an sich? Irgendwie herzig.

Farbenlehre.

18. November 2005, 14:47.

Braun.

Ich krieg mal wieder die Krise. Meinen Österreichkoller. Diesmaliger Grund ist nachzulesen in der heutigen RAU-Kolumne im Standard, auch online.

RotWeißSchwarz.

Der Koller lässt sich übrigens auch auf Südtirol ausweiten. Kein Pieps mehr über die Gothen von jenseits des Brenners. Just business as usual.

Tortellino des Teufels.

8. November 2005, 20:45.

Ein paar untrügliche Anzeichen dafür, dass man langsam alt wird?

Erstens: Wenn man nur ein knappes Drittel dieses Blogeintrags versteht.

Veetischismus.

8. November 2005, 13:29.

Wenn auf einer Packung Beinenthaarungscreme “NICHT SCHLUCKEN” steht, dann beginnt man sich doch zu fragen, ob gewisse Leute tatsächlich der Gattung des homo sapiens angehören.


while the overweight americans wear their patriotic jumpsuits



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