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Stol und die Medienethik.

29. April 2008, 13:37.

Stol.it berichtet — wie viele andere Medien — über den schrecklichen Inzest- und Missbrauchsfall im österreichischen Amstetten und nennt heute — im Gegensatz zu vielen anderen Medien — den Familiennamen der Betroffenen. Vielleicht ist der volle Name der Opfer ohnehin schon in aller Munde gewesen, ich weiß es nicht, aber trotzdem: Stol-Redaktion, das finde ich medienethisch sehr sehr bedenklich.

(Nein, kein Link, ich will nicht mittun bei der Sache.)


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  1. Hast Recht. Ich finde das absolut nicht in Ordnung. Aber grundsätzlich wie siehst du das mit der Moral und der Ethik im Journalismus. Kann man in der heutigen Zeit überhaupt noch davon sprechen?

    Und die Sache in Amstetten, ich heule jedes Mal wenn so etwas ans Licht kommt. Da wünscht man sich dann doch schon mal Big Brother is watching you und selbst da wäre das nicht zu verhindern. Aber es würde schon reichen wenn mehr Menschen die Personen hinterfragen mit denen sie permanent zu tun haben.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass da über die Jahre in der Familie niemand etwas bemerkt haben will.


    tibits    Apr 29, 20:51    #

  2. Beim Veröffentlichen von Namen und “In den Schmutz treten” von Medienethiken und sonstigen Verhaltensrichtlinien für JournalistInnen macht auch die sonst so brave BBC mit… (Artikel unter dem Titel: “Austrian vigil for cellar family”)


    Martin    Apr 30, 11:27    #

  3. Und ja, heute stand der volle Familienname auch auf der Titelseite des am stärksten verbreiteten Gratisblatts hier in der Schweiz. 20min schämt euch.


    tibits    Apr 30, 20:34    #

  4. Sorry, kann nur kurz antworten, aber: Ja, ich hab auch gesehen bzw. gehört, dass der Nachname in gar einigen Medien steht. Schlimm ist das. Ich hoffe, das mit der neuen Identität klappt für die Familie.


    val    Apr 30, 22:50    #

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