Cheops war ein Muttersöhnchen.
8. Januar 2006, 18:09.Warum sehen manche Menschen am Morgen gleich gut oder schlecht aus wie am Abend und andere nicht?
Egal, anyway konfuse verschwommene Wehmut meinerseits, irgendwie, obwohl Wehmut heimatfilmig klingt, eher vielleicht Angst oder das Gefühl von Unzulänglichkeit, schönes Wort übrigens, auch in anderen Sprachen, inadeguatezza, jedenfalls wahrscheinlich beides.
Züge und Koffer in Aussicht, in Sicht hingegen eine Tasse mit lachenden Kühen drauf, vor Glück weinen ist bescheuert, in der Lotteria d’Italia nicht gewonnen, aber vielleicht gewinnt da nie wirklich jemand, alles Täuschung und Werbung, Wattkarten sind wie Wein und aceto balsamico: werden mit der Zeit immer besser, Schach ist aber ein Mysterium, Sex auch, aber der zumindest eins, an dem ich teilhaben kann, es gibt anscheinend kein Menschenrecht auf Erdbeeren im Januar aber ich weiß nicht mehr, wer das sagte, Freundschaften sind leider so sterblich wie wir, brauchen aber länger für den Todeskampf, Cheops war ein Muttersöhnchen so wie Dubbyah ein figlio di papá, vor genau einem Jahr war ich tieftodunglücklich verliebt, was von heute aus gesehen ein Glück war, die Sinnlose Steinbrücke ist wahrscheinlich nicht der ideale Aufhänger für ein Romandebüt, nur mag ich Pathos eben, eine der Kühe hat ein blaugelbes Tigermuster, aber ich habe den Missbrauch der Tasse zum Stiftebehälter nie autorisiert, ja respektiert mich in diesem Haus denn gar niemand?
Leere Schreibblöcke sind unwider- und lasche Kissen unausstehlich, Wien ist bald wieder meins und ja, ich bin gerne kryptisch, vielleicht um mich interessant zu machen aber nicht nur — is ja schließlich mein Blog, und wenn jemand ständig überall präsent ist, nennt man ihn in Italien übrigens prezzemolo, also Petersilie, aber ich meine niemanden im besonderen, sondern das war nur so ein Statement von mir in die Welt hinaus, und ich glaube, ich sollte heute doch zumindest ein Schrittchen an die frische Luft tun.
Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen
<< A Christmas Carol, slightly verspätet. Ode an die Linien. >>
Suchen
— tibits Jan 8, 18:38 #
— valfisch Jan 10, 17:39 #