Der Himmel über Wien.
19. November 2005, 20:43.
Hab mich gerade sauerstoffsuchend aus meinem Fenster im achten Stock gelehnt und ganz deutlich Männerparfüm gerochen. Nebenbei eins, das ich mag. So, als stünde da jemand Wohlriechendes genau vor oder neben mir. Was ja in der bloßen Luft, acht Stockwerke hoch, schon leicht ins Unmögliche tendiert. — Liebe Güte, ich glaube sogar, mein Vater benutzt das selbe Parfüm. Langsam wird das spooky.
Theorie eins: Die Wiener Windkonstellationen bringen Männerduft von irgendwoher an mein Zimmerfenster. Vielleicht vom Haus gegenüber, das aber recht weit weg ist. Oder vom Zimmer unter meinem, aber streichen Novemberwinde senkrecht Hauswände in Innenhöfen hoch?
Theorie zwei: Peter Handke und Wim Wenders hatten recht, und auf meinem Fenstersims sitzt gerade ein Engel mit langem Mantel und Pferdeschwanz, liest diesen Blogeintrag mit, hat vielleicht seine linke Hand auf meiner rechten Schulter liegen und lacht sich eins.
Theorie drei: Ich halluziniere, weil der Cremespinat versalzen war.
Jetzt wirds peinlich. Habe mich gerade in Richtung Fenster gedreht und mit schönster Columbo-Stimme zum Nichts gesagt: “I can’t see you, but I know you’re there.”
Zum Glück bin ich allein im Zimmer.
Zuviel Filmkonsum tut nicht gut.
Moment, ich muss was nachprüfen…
...
Der Geruch ist noch da.
but looking at you i wonder if that’s true
[nick cave & the bad seeds]
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— gan Nov 19, 21:07 #
(hab ich dir eigentlich schon mal gesagt, dass ich deine fotos liebe?)
— valfisch Nov 19, 21:14 #